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Dauerhaft zutrittsberechtigte Lobbyisten aus dem Gesundheitssektor im Schweizer Parlament

Thomas Cueni, Cheflobbyist Interpharma

Jede Parlamentarierin und jeder Parlamentarier darf zwei dauerhafte Zutrittsausweise ins Bundeshaus vergeben. Die zugelassenen Personen können der Ehegatte, ein persönlicher Berater oder ein Lobbyist sein. Die Ausweise ermöglichen Lobbyisten direkten und dauerhaften Zugang zu den Schweizer Parlamentariern. Neu ab dieser Legislatur wird das Register der erlaubten Zutritte im Internet veröffentlicht. Die Internetveröffentlichung ermöglicht eine einfache Analyse der Interessenverflechtungen der Parlamentarier.

Welcher Parlamentarier gibt welchem Lobbyisten Zutritt ins Bundeshaus? Welche Lobbyisten aus dem Gesundheitsbereich haben Zugang? Wie viele Pharmalobbyisten sind es?

Ist Novartis ein Forschungsunternehmen oder eine Marketingmaschine?

Wieviel wird in Forschung investiert? Wieviel wird für die Verkaufsförderung (Marketing) ausgegeben?

Gemeinhin präsentieren sich Pharmaunternehmen als Forschungsunternehmen. Und die Öffentlichkeit nimmt diese auch so wahr. Doch stimmt dieses Bild?

Als börsengehandeltes Unternehmen ist Novartis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichtes verpflichtet und dort können die entsprechenden Zahlen gesucht werden.

Die häufigsten Multiple Sklerose Publikationsautoren

Welche Forscher haben am meisten über Multiple Sklerose publiziert? Was sind die "produktivsten" MS-Forscher? Aus welchen Länder kommen diese Forscher? Wie viele Publikationen über Multiple Sklerose gibt es? Wo sind die uns von den MS-Gesellschaften bekannten MS-Forscher zu finden?

Als MS-Betroffener interessiert es mich wer über Multiple Sklerose forscht und wer viel zur Forschung beiträgt. Zum Beantworten dieser Fragen habe ich die Web of Science Wissenschaftsdatenbank ausgewertet. Das Resultat ist in der folgenden Tabelle sichtbar.

George Jelinek: Der Einfluss der pharmazeutischen Industrie in der Medizin

Wie denkt ein Medizinprofesser über die Medizin, der selber auch Patient ist?

Der Medizinprofessor George Jelinek hat Ende 2009 im Journal of Law and Medicine (Fachzeitschrift für Recht und Medizin) einen lesenswerten Artikel über den Einfluss der Pharmaindustrie in der Medizin veröffentlicht. Dieser Artikel gibt eine gute Übersicht über die  wichtigsten Fakten. Englischer Originalartikel:

Patientenschützerin Margrit Kessler in den Nationalrat gewählt [akt. 1]

Patientenschützerin Margrit Kessler

Wie sehen die National- und Ständeratswahlen aus Patientensicht aus?

Margrit Kessler, glp, St. Gallen

Patientenschützerin Margrit KesslerPatientenschützerin Margrit Kessler (Quelle: margritkessler.ch)

Margrit Kessler wurde von der Bevölkerung des Kantons St. Gallen als neue Nationalrätin gewählt. Sie ist bereits durch ihren engagierten Einsatz als Präsidentin der Schweizerischen Stiftung Patientenschutz (SPO) bekannt ist. Sie gehört der grünliberalen Partei an.

Auswertung der Publikationen und Zitationen des Vorstandes des Ärztlichen Beirates der DMSG

Der Vorstand des Ärztlichen Beirates vom DMSG-Bundesverband.

Was ist die Produktivität der Mitglieder des ärztlichen Beirates der DMSG? Wie gross ist ihr Einfluss in der Wissenschaft? Was ist ihr Rang in der Wissenschaft?

Nach der Auswertung der Publikationen und Zitationen des Wissenschaftlichen Beirates der Schweizerischen MS-Gesellschaft haben mich diese Fragen für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) interessiert und ich habe die Publikationen und Zitationen der Mitglieder des Vorstandes des Ärztlichen Beirates der DMSG ausgewertet. Die untenstehende Tabelle zeigt das Ergebnis.

Geht wählen! Achtet auf die Interessenbindungen der Kandidaten!

Die National- und Ständeratswahlen sind vor der Tür. Die eidgenössischen Politiker für die nächsten vier Jahre können gewählt werden. Diese Politiker bestimmen unsere Zukunft.

Es ist an uns die richtigen Kandidaten auszuwählen.

Achtet bei den Wahlen auf die Interessenbindungen der Politiker. Der Politiker und die Politikerin sollen schliesslich unsere Bürgerinteressen und nicht irgendwelche Partikularinteressen der Industrie vertreten. Welche Lobby haben die Bürger sonst als ihre eigenen gewählten Vertreter?

Sind psychische Krankheiten biologische Erkrankungen des Gehirns?

Im Beobachter ist ein kritischer und lesenswerter Artikel von einem Pharmazeuten zu Antidepressiva erschienen.

Depressionen: Wem helfen Pillen?, Beobachter. 14. Sep. 2011, Ausgabe: 19/11

Doch Zweifel an [Antidepressiva] mehren sich: Soll man wirklich 
das Gehirn behandeln, wenn die Psyche krank ist? Eine Streitschrift.

Seit Jahren wird die sogenannte biologische Psychia­trie als vermeintliche Erfolgsgeschichte ­gefeiert. Psychische Störungen, so die ein­hellige Sichtweise von Wissenschaft und Pharmaindustrie, seien nichts anderes als Erkrankungen des Gehirns. Dementsprechend sei das Gehirn zu behandeln, wenn in der Psyche etwas schiefläuft.

Die Reduktion psychischer Störungen auf eine gestörte Chemie des Gehirns hat zu einer massenhaften und oft unkritischen Verschreibung von Medikamenten geführt.

Biologische Probleme lassen sich biologisch behandeln. Eine biologische Deutung ist für die Medikamentenhersteller eine Voraussetzung. Die Forschung nach biologischen Ursachen ist aber nicht verkehrt. Hat die Forschung aber jetzt schon biologische Ursachen gefunden?

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