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Subvention der Schweizer Pharmamultis

Preisüberwacher droht dem Bund, tagesanzeiger.ch, 24. Juli 2011

Die Pharmaindustrie scheint bisher den Status einer geschützten Industrie in Bundes-Bern zu haben. Bis jetzt wurde die Schweizer Pharmaindustrie dank „guten Beziehungen ins Parlament“ speziell behandelt (siehe beispielsweise die Parallelimporte) und daher indirekt subventioniert.

Endlich nimmt sich einmal jemand der hohen Preise in der Schweiz an: Der Preisüberwacher Stefan Meierhans.

Es ist klar, dass die Pharmaunternehmen nicht hell begeistert sind. Denn, wer gibt schon freiwillig einen Teil seines Gewinns ab? Wir, die Bevölkerung und die Prämienzahler müssen dies aber aus unserer Sicht beurteilen. Die Preise sind teilweise schlicht überrissen, siehe Artikel Umverpacken, Studien erstellen und kassieren. Die Zeiten für risikolose Gewinne zu Lasten der Prämienzahler müssen enden.

Weitere Meldungen

  1. 555 Medikamente werden günstiger: Bundesamt für Gesundheit passt Preise für Medikamente dem Eurokurs an, NZZ Online, 26. Juli 2011
    Dies ist ja nicht mehr als Recht, wo die Medikamentenpreise noch auf dem hohen Euro von Fr. 1.50 basieren. Der Rechnungskurs wird nun auf Fr. 1.30 gesenkt. Da wurde von der Industrie noch 15 Rappen „Spielraum“ ausgehandelt. Dabei ist zu bedenken, dass die Preise der Medikamente nicht wirklich reduziert wurden, sondern lediglich der Umrechnungskurs wurde angepasst.
  2. Kann Novartis die Klippe umschiffen?tagesanzeiger.ch: (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz), 18. Juli 2011
    Und hier braucht es vermehrt einzigartige Produkte – Medikamente gegen Krebs, Blutkrankheiten, Nervenleiden. Nur dann können Novartis, Pfizer und Roche bei den zunehmend sparsamen Gesundheitspolitikern fast jeden Preis durchdrücken, den sie wollen.
    Die kursive Hervorhebung ist von mir.
    Zu erwarten ist also, dass Novartis morgen betont, wie stark der Konzern in hoch spezialisierte Produkte investiert – etwa in das Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya und das Krebsmedikament Afinitor.
    Die Medikamente sind entwickelt und die wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit wurden erstellt. Was muss da noch investiert werden?
  3. Novartis legt deutlich zu: Gewinn steigt um 12 Prozent - Alcon-Übernahme und neue Medikamente beflügeln, NZZ Online, 19. Juli 2011
  4. Stellenabbau muss Roche-Gewinn retten, tagesanzeiger.ch: (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz), 20. Juli 2011
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